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Häufige Fragen von Eltern (FAQ)

Muss mein Kind „krank“ sein, um in die Therapie zu kommen?
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Nein. Viele Kinder und Jugendliche kommen in die Therapie, weil sie belastet sind, sich überfordert fühlen oder der Alltag für sie – und ihre Familie – schwierig geworden ist. Psychotherapie richtet sich nicht nur an „schwere“ Erkrankungen, sondern unterstützt auch bei Entwicklungs- und Übergangsphasen, Krisen oder anhaltenden Belastungen.
Was passiert, wenn mein Kind nicht sprechen möchte oder sehr zurückhaltend ist?
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Das ist völlig in Ordnung. Nicht jedes Kind kann oder möchte gleich über Gefühle sprechen. Die Therapie wird alters- und entwicklungsangemessen gestaltet – bei jüngeren Kindern oft spielerisch, bei Jugendlichen im eigenen Tempo. Vertrauen darf wachsen, und jedes Kind darf seinen eigenen Weg finden.
Was bedeutet eine Diagnose – und was bedeutet sie nicht?
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Eine Diagnose hilft, die Schwierigkeiten eines Kindes besser zu verstehen und passende Unterstützung zu planen. Sie beschreibt bestimmte Muster, legt ein Kind aber nicht fest. Sie sagt nichts über den Wert, die Persönlichkeit oder die Zukunft eines Kindes aus und ist keine Schuldzuweisung an Eltern oder Kind. In Deutschland ist es so, dass eine Diagnose den Zugang zu Leistungen ermöglicht und daher erforderlich ist, um eine Psychotherapie über die gesetzliche Krankenkasse oder Unterstützungsangebote wie Autismustherapie nach dem SGB IX in Anspruch nehmen zu können.
Warum werden Fragebögen und Tests eingesetzt?
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Fragebögen und Tests helfen dabei, ein möglichst umfassendes Bild vom Erleben und Verhalten eines Kindes zu bekommen – aus verschiedenen Perspektiven (Kind, Eltern, Schule). Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“. Ziel ist es, Stärken, Belastungen und Unterstützungsbedarfe besser zu verstehen.
Welche Rolle haben Eltern in der Therapie?
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Eltern sind wichtige Begleiter:innen im therapeutischen Prozess. Sie bringen ihre Erfahrungen und Beobachtungen ein und werden regelmäßig einbezogen. Gleichzeitig müssen Eltern keine Therapeut:innen sein und nichts „perfekt“ machen. Ziel ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die entlastet und unterstützt.
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
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Die Dauer einer Therapie ist individuell unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von den Themen, dem Entwicklungsstand und den Zielen. Zu Beginn werden gemeinsam realistische Ziele vereinbart und der Verlauf regelmäßig überprüft.
Was, wenn wir uns unsicher sind oder noch Fragen haben?
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Unsicherheit ist ganz normal. In der psychotherapeutischen Sprechstunde oder im Verlauf der Therapie ist immer Raum für Fragen, Rückmeldungen und Bedenken. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und transparent besprochen.
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